Externe Rechtsabteilung für Kommunen
Den ersten Platz für den Kanzleigründerpreis, den die Bundesanwaltskammer und die Hans-Soldan GmbH gemeinsam vergeben, belegte die im Jahr 2005 gegründete Kanzlei SKZ aus Darmstadt. Die drei Inhaber Alfred Stapelfeldt, Jochen Zweschper und Joachim Krumb haben sich auf das Verwaltungs- und Immobilienrecht konzentriert - und wenden sich dabei ausschließlich an Städte, Gemeinden und kommunale Unternehmen. Das Beratertrio versteht sich als "externe Rechtsabteilung für Kommunen". Und dabei hat es die Preisrichter zusätzlich durch eine konsequente Ausrichtung seines Büros auf eine niedrige Kostenquote von knapp 28 Prozent beeindruckt - bei einem bereits sechsstelligen Umsatz je Partner.
"Investition in elektronische Aktenführung, in die umfassende Nutzung von Datenbanken und nicht zuletzt in ein Spracherkennungssystem mit dem Ziel der Ersparnis von Personalkosten für Schreibarbeiten" hob der Soziologe und Betriebswirt Hommerich als Besonderheit hervor. Zudem betone die Kanzlei ihre besondere Servicequalität. Diese ermöglicht sie nach eigenen Angaben durch Verzicht auf Massengeschäft: Mandanten, die nicht ins eigene Fachkonzept passen, werden an andere Sozietäten weiterempfohlen. Spätestens innerhalb von 24 Stunden will SKZ auf Anfragen reagieren. Ihre telefonische Erreichbarkeit sichert sich die Praxis dadurch, dass sie außerhalb der Kernarbeitszeit einen externen Büroservice einschaltet. Ein Modell, das auch viele andere Anwalts-Entrepreneure zur Kostenersparnis nutzen: Der Anrufer merkt dabei meist gar nicht, dass er gar nicht direkt in der Kanzlei landet.
Der Telefondienst, den eco-call anbietet, wird zunehmend auch von Rechtsanwälten genutzt. Gerade kleinere Kanzleien profiteren davon, dass potentielle neue Klienten nicht von einem Anrufbeantworter vergrätzt werden. Der Anwalt kann eine Liste mit Klienten abrufen, die auf seinen Rückruf warten, wenn er von Gericht zurück ist.